Pflegeratgeber

Pflegehilfsmittel und Wohnraumanpassung

Welche Hilfsmittel können den Pflegealltag erleichtern, und wie werden diese beantragt? Welche Möglichkeiten zur Wohnraumanpassung gibt es, um die Sicherheit und Selbstständigkeit zu fördern?

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Die Pflege eines Angehörigen kann sowohl körperlich als auch emotional herausfordernd sein. Doch es gibt zahlreiche Hilfsmittel und Anpassungen, die den Pflegealltag erheblich erleichtern können.

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Pflegehilfsmittel zur Verfügung stehen, wie Sie diese Pflegehilfsmittel beantragen und welche Möglichkeiten es gibt, die Wohnung sicherer und barrierefreier zu gestalten.

Gliederung

Was Sie erwartet

Überblick Pflegehilfsmittel

Antrag Pflegehilfsmittel

Möglichkeiten zur Wohnraumanpassung

Wohnraumanpassung Fördern

Beratung zu Pflegehilfsmitteln und Wohnraumanpassung

Pflegehilfsmittel

Unterstützung im Alltag

Hilfsmittel in der Pflege sind Geräte und Produkte, die dazu dienen, den Pflegeaufwand zu reduzieren, die Pflegequalität zu verbessern und die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen zu fördern. Sie helfen sowohl bei der Grundpflege als auch bei der Mobilität oder beim Haushalt.

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Mobilitätshilfen

  • Rollatoren: Unterstützen beim Gehen und geben mehr Stabilität.
  • Rollstühle: Erleichtern den Transport von pflegebedürftigen Personen, die nicht mehr selbstständig gehen können.
  • Treppenlifte: Helfen, Treppen sicher zu überwinden, wenn das Treppensteigen zu schwierig oder gefährlich wird.
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Hilfsmittel für die Körperpflege

  • Duschstühle oder Badhocker: Erleichtern das Sitzen und Duschen, um das Gleichgewicht zu wahren.
  • Anziehhilfen: Hilfen zum Anziehen von Socken, Strümpfen oder Schuhen, wenn die Beweglichkeit der Arme und Hände eingeschränkt ist.
  • Pflegebetten: Betten, die elektrisch höhenverstellbar sind, ermöglichen eine einfache Positionierung und erleichtern das Ein- und Aussteigen.
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Hygienehilfsmittel

  • Inkontinenzprodukte: Spezielle Windeln, Vorlagen und Bettauflagen helfen, die Hygiene der pflegebedürftigen Person zu wahren.
  • Greifhilfen: Ermöglichen es, Dinge zu greifen, ohne sich zu bücken oder die Arme stark auszustrecken.
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Alltagshelfer für die Hauswirtschaft

  • Staubsauger mit langen Griffen oder automatische Staubsauger: Erleichtern das Staubsaugen und reduzieren den körperlichen Aufwand.
  • Spezielle Küchengeräte: Wie ergonomische Messer oder Dosenöffner, die das Kochen erleichtern.

Wie werden Pflegehilfsmittel beantragt?

Pflegehilfsmittel beantragen Sie entweder über die Pflegeversicherung oder die Krankenkasse. Es gibt zwei Hauptarten von Pflegehilfsmitteln:

  • Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege (z. B. Inkontinenzprodukte, Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Bettschutzeinlagen): Diese Pflegebox, wie sie häufig genannt wird, wird in der Regel ohne vorherige Genehmigung bis zu einem Betrag von 40 Euro monatlich zur Verfügung gestellt. Der Antrag erfolgt direkt bei der Pflegekasse, die die Kosten übernimmt.
  • Medizinische Hilfsmittel (z. B. Rollstühle, Pflegebetten, Treppenlifte):
    Diese müssen vorher von einem Arzt verordnet werden. Anschließend beantragt der Pflegedienst oder die pflegebedürftige Person das Hilfsmittel bei der Krankenkasse oder Pflegekasse. Bei bestimmten Hilfsmitteln können Zuzahlungen anfallen, die in der Regel auf Grundlage der Pflegebedürftigkeit und des Pflegegrads festgelegt werden.
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Wohnraumanpassung

Sicherheit und Selbstständigkeit fördern

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen zu Hause ist die Anpassung der Wohnung. Hierdurch wird die Sicherheit erhöht und die Selbstständigkeit der pflegebedürftigen Person gefördert. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, das Zuhause barrierefreier zu gestalten.

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Barrierefreie Badezimmergestaltung

  • Duschwannen mit niedriger Einstiegshöhe oder bodengleiche Duschen verhindern Stürze und erleichtern das Duschen.
  • Haltegriffe und Stützstangen in der Dusche und am WC sorgen für zusätzliche Sicherheit.
  • Badezimmerhocker oder -stühle helfen, das Sitzen während der Körperpflege zu ermöglichen.
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Verbreiterung von Türen und Fluren

  • Türverbreiterungen: Wenn ein Rollstuhl oder Rollator verwendet wird, sollten Türen und Flure ausreichend breit sein, damit diese problemlos hindurch passen.
  • Barrierefreie Zugänge: Ein barrierefreier Eingang ohne Stufen sorgt dafür, dass Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Gehproblemen problemlos das Haus betreten können.
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Treppenlifte und Aufzüge

Wenn Treppen im Haus nicht mehr sicher überwunden werden können, kann ein Treppenlift die Lösung sein. Alternativ kann in einigen Fällen ein Hausaufzug eingebaut werden, wenn der Platz und die baulichen Voraussetzungen dies zulassen.

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Automatisierte Hilfsmittel

  • Bewegungsmelder
    Automatische Lichter können helfen, in der Dunkelheit sicher durch die Wohnung zu gehen.
  • Türöffner und Fensteröffner
    Elektronische Türöffner oder Fensteröffner helfen, Türen und Fenster bequem zu öffnen, ohne sich strecken oder bücken zu müssen.
  • Ergonomische Möbel
    • Sitze mit verstellbaren Höhen: Diese ermöglichen es, die Sitzhöhe an die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen anzupassen.
    • Pflegebetten: Diese Betten sind elektrisch höhenverstellbar und erleichtern das Umpositionieren und das Aufstehen.

Förderung durch die Pflegekasse

Die Kosten für Wohnraumanpassung fördern unter bestimmten Bedingungen durch die Pflegeversicherung übernommen werden. Bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme sind möglich, wenn die Maßnahme der Verbesserung der Mobilität und der Selbstständigkeit dient. Wichtig ist, dass die Anpassung medizinisch notwendig ist und die Pflegebedürftigkeit in einem entsprechenden Pflegegrad vorliegt.

Ein Gutachten eines Fachmanns (z. B. eines Therapeuten oder Fachberaters) ist oft erforderlich, um die Notwendigkeit der Anpassung nachzuweisen. Im besten Fall wird die Wohnraumanpassung vor dem Antrag bei der Pflegekasse mit einem entsprechenden Kostenvoranschlag eingereicht.

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Kontakt

Beratung zu Pflegehilfsmittel und Wohnraumanpassung

Pflegehilfsmittel und Wohnraumanpassungen sind wertvolle Instrumente, um den Pflegealltag zu erleichtern und die Lebensqualität der pflegebedürftigen Person zu steigern. Die richtige Wahl von Hilfsmitteln und Anpassungen trägt dazu bei, Sicherheit und Selbstständigkeit zu fördern und den pflegenden Angehörigen zu entlasten. Die Pflegekasse unterstützt bei vielen dieser Maßnahmen, sodass ein erheblicher Teil der Kosten übernommen werden kann.

Wenn Sie unsicher sind, welche Hilfsmittel oder Anpassungen sinnvoll sind, stehen Ihnen Fachberater und Pflegedienste zur Seite, die Ihnen bei der Auswahl und Beantragung helfen können.